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04.03.2026
13:30 Uhr
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Der SAP-Zug rollt in Richtung Cloud. Für ABAP-Entwickler ändern sich beim Wechsel in die Cloud viele gewohnte Abläufe und Details.

Mit dem angekündigten Ende des Mainstream-Supports für das betagte SAP ERP (ECC) zum 31. Dezember 2027 wächst der Druck auf Unternehmen, die Migration auf S/4HANA oder eine alternative Software in Angriff zu nehmen. Wenn es SAP bleiben soll, stellt sich die Frage, ob man S/4HANA wie das bisherige ERP weiter on Premises betreibt oder den Schritt in die Cloud wagt. Dabei unterscheidet SAP zwischen den Varianten SAP S/4HANA Cloud Private Edition und SAP S/4HANA Cloud Public Edition.
Bei der Private Edition gibt es technisch verschiedene Umsetzungsvarianten, die die Einordnung erschweren. Denn die Private-Cloud-Infrastruktur lässt sich entweder bei einem der üblichen Hyperscaler buchen oder im eigenen Rechenzentrum aufsetzen und betreiben. Hier liegt der Unterschied zur On-Premises-Variante hauptsächlich darin, dass das System auf einer Cloud-Infrastruktur läuft. Die Cloud Public Edition hingegen ist ein Software-as-Service-Angebot von SAP in der Public Cloud, bei dem sich mehrere Kunden die Infrastruktur teilen (Multi-Tenant). SAP nutzt für den Betrieb der Cloud ebenfalls die Infrastruktur der großen Hyperscaler.
Anders als man von der Namensgebung erwarten würde, sind sich S/4HANA on Premises und die Cloud Private Edition damit sehr viel ähnlicher als die beiden Cloud-Varianten untereinander. Aus Entwicklersicht unterscheiden sich S/4HANA on Premises und S/4HANA Cloud Private Edition nur in Details. Bei der Cloud Private Edition sind beispielsweise Zugriffe auf das Betriebssystem oder zentrale Administrationseinstellungen eingeschränkt. Unternehmen mit zahlreichen Eigenentwicklungen in der bisherigen SAP-ERP-Welt werden daher die On-Premises-Variante oder die Cloud Private Edition bevorzugen, um bestehende Standard-ABAP-Entwicklungen in der S/4-Welt weiterzunutzen. Folgerichtig empfiehlt SAP die Cloud Public Edition vor allem für Neukunden (Greenfield) und eher für kleine und mittelständische Unternehmen.